Nun setzt auch Alete wieder auf Milchpulver: Fast ein Jahr, nachdem sich die Traditionsmarke vom Hause Nestlé getrennt hat, will sie die Bedürfnisse von Eltern stillen, die ihren Babys die Flasche geben. Wir haben bei Alete im Interview nachgefragt, was es mit den neuen Milchen auf sich hat und was sie von anderen Milchpulvern unterscheidet.

Im Jahr 2015 hat sich Alete aus dem Nestlé-Unternehmen gelöst und produziert seitdem als eigenständiges Unternehmen Babynahrung. Seit 2016 setzt die Alete GmbH nun auch wieder auf Milchpulver. Ein gut gewählter Zeitpunkt, denn aufgrund von Produktionsengpässen und neuen Rezepturen anderer Milchpulver-Hersteller suchen Eltern für ihre Kleinsten eine Alternative.

Wir haben mit Frau Dr. Dagmar Kreft, Leitung Regulatory & Scientific Affairs und Verbraucherservice von Alete, im Interview über das neue Milchpulver gesprochen.

Was bietet das neue Milchpulver von Alete?

Nuckelchen.de: Was hat sich seit der Loslösung von Nestlé bei der Produktion der Babynahrung geändert?

Dr. Dagmar Kreft: Babynahrung unterliegt in Deutschland strengen Qualitätsanforderungen. So gelten höhere Ansprüche im Vergleich zu anderen Lebensmitteln, den sogenannten Lebensmitteln des allgemeinen Verzehrs, besonders in Hinblick auf die Zusammensetzung und den erlaubten Gehalt an Schadstoffen und Pflanzenschutzmitteln. Qualität hat oberste Priorität – das war für Alete früher so und ist es jetzt natürlich auch noch, denn wir sind uns bewusst, wie wichtig hochwertige Nahrung für so empfindliche Organismen wie die von Babys sind.

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Warum gibt es Säuglingsmilch von Alete erst wieder seit 2016?

Kreft: Alete bietet Produkte von der Schwangerschaft bis zum dritten Geburtstag an. Um dieses Sortiment zu vervollständigen, hat sich das Unternehmen entschieden, eine Säuglingsmilch einzuführen. Dabei war es uns wichtig, eine gute und hochwertige Milch zu entwickeln, die aktuellen Empfehlungen aus der Wissenschaft entspricht, aber dennoch einfach ist. Dieser Entwicklungsprozess brauchte eine gewisse Zeit – und die haben wir uns auch gerne genommen, da dies eine Investition in die Qualität unserer Produkte ist.

Wie unterscheidet sich die neue Säuglingsmilch von der Säuglingsmilch, die noch zu Zeiten des Nestlé-Konzerns für die Marke Alete produziert wurde?

Kreft: Das neue Alete-Milchpulver wurde auf Basis aktueller wissenschaftlicher Empfehlungen entwickelt. So wurden die Empfehlungen von der Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinder und Jugendmedizin von 2014 und des Forschungsinstituts für Kinderernährung von 2013 bei der Entwicklung beachtet. Somit enthält die neue Alete Milch Omega-3 LCP, also langkettige, mehrfach ungesättigte Fettsäuren, und verzichtet auf nicht empfohlene Zutaten wie Aromastoffe. Zucker wie Haushaltszucker setzen wir auch nicht ein, deshalb enthält die neue Milch in allen Stufen nur Milchzucker, sogenannte Laktose. Außerdem wird keine Folgemilch 3 angeboten. Somit haben wir die Produkte nach aktuellen Empfehlungen modernisiert und haben auf alle unnötigen Zusätze verzichtet, um den Eltern eine gute Milch anbieten zu können.

Wird Ihre Milch ohne Produktions- und Lieferengpässe im Handel verfügbar sein im Gegensatz zu manch anderen Milchpulvern?

Kreft: Sicherheit und Qualität gehen immer vor. Wenn zum Beispiel eine Zutat zu unserer Milch nicht unseren hohen Qualitätsansprüchen genügt, verwenden wir sie nicht. Da gibt es keine Ausnahme. Deshalb kann es auch bei uns theoretisch zu Verzögerungen kommen. Aber wir planen weitsichtig und streben eine gleichmäßige Verfügbarkeit im Handel an.

Konnten Sie, seitdem die neuen Milchen auf dem Markt sind, bereits in Erfahrung bringen, wie gut verträglich etwa die Pre-Milch im Vergleich zu Milchen anderer Hersteller für Babys ist?

Kreft: Qualität ist uns wichtig und kleine Entdecker sollen glücklich und zufrieden sein. Daher haben wir bei der Entwicklung der neuen Alete Milch natürlich auch besonders auf die Verträglichkeit geachtet und eine geeignete Zusammensetzung gewählt. So besteht etwa das Milcheiweiß in Alete Milch zu einem hohen Anteil aus Molkeneiweiß.

Warum sollten sich Eltern für die neuen Milchen entscheiden?

Kreft: Zunächst einmal: Eltern sollten sich natürlich nur für Alete Milch entscheiden, wenn ihr Baby keine Muttermilch bekommt, also nicht gestillt wird oder neben Muttermilch noch eine Säuglingsmilch zugefüttert wird. Denn Stillen ist die beste Ernährung für ein Baby und Eltern sollten immer mit ihrem Kinderarzt oder der Hebamme sprechen, wenn sie eine Säuglingsmilch verwenden möchten. Für nicht-gestillte Babys ist Alete Milch eine gute Alternative. Unsere Säuglingsmilch wurde nach aktuellen Empfehlungen der Wissenschaft entwickelt und enthält nicht nur alle wichtigen Vitamine und Mineralstoffe, die laut Gesetz vorgeschrieben sind, sondern zusätzlich auch wichtige Omega-3 LCP. Gleichzeitig enthält die Milch nur Laktose, also daneben keine anderen Zucker. Als eines der wenigen Unternehmen verzichten wir gleichzeitig bei der Herstellung der Säuglingsmilch auf Palmöl. Somit enthält die Alete Milch alle Zutaten, die kleine Entdecker brauchen, und lässt alles weg, was sie nicht brauchen. Außerdem haben wir darauf geachtet, dass sich Eltern schnell orientieren können, wenn sie im Laden die richtige Milch suchen. Deshalb hat jede Stufe eine andere Farbe, um den Eltern den Einkauf zu vereinfachen. Insgesamt erhalten Mütter eine Milch nach aktuellen Empfehlungen aus der Wissenschaft zu einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis.

Vielen Dank.

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