Wenn man ein Kind bekommen hat, gibt es nichts Wichtigeres auf der Welt als den kleinen Schatz. Man würde alles für ihn tun. Umso schlimmer, wenn man denkt, „das Beste“ nicht zu geben, weil es mit dem Stillen nicht klappt. Geht es dir gerade so? Dann ist dieser Brief für dich. Julia H. (30) aus dem Saarland ist Mutter von zwei Fläschchenkindern und hat ihn für dich geschrieben.

Hallo, liebe Mama da draußen!

Du kannst oder willst nicht stillen. Und jetzt versucht jeder, dir einzureden, Stillen sei das Beste für dein Baby?

Vielleicht sind es auch die Medien, die dazu beitragen, dass du dich schlecht fühlst? Oder irgendwelche Promi-Mütter, die sich wichtig machen müssen, indem sie behaupten, sie stillen, während 10 Nannys sich um das Kind kümmern?

Liebe Mama, bitte lass dich davon nicht verunsichern. So wie dir ging es mir vor zwei Jahren bei meiner Tochter Camilla. Ich wollte – um ehrlich zu sein – gar nicht stillen. Aber dann habe ich überall nur gehört, es ist das Beste; man soll, man muss … und letzten Endes der Druck meiner Hebamme damals war fürchterlich.

Also habe ich mich nach der Geburt meiner Tochter doch dazu überreden lassen. Und ich fand es sogar schön, ja ich habe es sogar genossen.

Jede Mama kann stillen? Das stimmt nicht

Bis dann die Ernüchterung kam: Mein Kind nimmt nicht zu. Meine leider verbohrte Hebamme hat mir strikt vom Zufüttern abgeraten, also ging es erstmal so weiter.

Weiter angelegt, die kleine war unzufrieden und nahm sehr wenig zu. Ich konnte nicht genug Milch bilden. JA, DAS GIBT ES!!!

Ich habe dann auf Anraten meines Kinderarztes meiner Tochter eine Flasche Pre-Milch unter Tränen gegeben, woraufhin sie dirket zufrieden war.

Ich habe dies meiner Hebamme erzählt und auch erwähnt, dass ich abstillen werde. Daraufhin wurde sie richtig böse und unfreundlich, sie machte mir Angst mit den Worten, wenn ich abstille, würde mein Kind den Kindstod sterben und ich Brustkrebs bekommen.

Uff… kannst du dir vorstellen, wie es in mir ausgesehen hat? Ich habe nur geweint, und meine Kleine hat nur noch mit dem Snuza-Monitor geschlafen, weil ich so in Sorge war.

(c) Julia H./privat

Julias zwei Süßen sind glückliche Flaschenkinder.

Sie wurde ein glückliches Flaschenkind

Die Hebamme hat mein Mann rausgeworfen. Ich bin völlig aufgelöst zum Kinderarzt, der mich beruhigt hat und mit Mut gemacht hat.

Ich bin dann völlig aufgelöst zum Kinderarzt, der mich beruhigt hat und mir Mut gemacht hat. Von dem Tag an war meine Tochter ein glückliches Flaschenkind und ich eine ausgeglichene Flaschenmama.

Die Kleine ist sehr selten krank. Wir haben einen Hund und sind viel draußen. Allergien hat sie überhaupt nicht. Sie ist eine glückliche, aufgeschlossene und intelligente junge Dame geworden, auf die ich mehr als stolz sein darf.

Vor fünf Wochen ist sie große Schwester von einem supersüßen kleinen Bruder geworden, der auch ein Flaschenkind ist. Sie genießt es, auch mal die Flasche halten zu halten. Ebenso wie der Papa es genießt, seinen Sohn zu füttern.

Der Kleine wächst und gedeiht prächtig mit seiner Flasche.

Liebe Mama. Du siehst, es geht uns allen bestens. Mach dir keine Vorwürfe, wenn das Stillen nicht klappt oder du es einfach nicht willst. Rechtfertige dich bitte nicht. Guck dir dein Kind an, schau in seine Augen, wie es dich anstrahlt. Dann weißt du, du hast alles richtig gemacht.

Ich wünsche dir alles erdenklich GUTE und umarme dich herzlich,

Deine Julia

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