Unsere Leserinnen und Leser aus der Schweiz kennen sie nur zu gut: Die Säuglingsmilchen von Bimbosan. Das Milchpulver, das man normalerweise in Apotheken und auch in Filialen der Coop kaufen kann, sorgt nun für einen Schockmoment bei Eltern. Es wurden bei Analysen Cronobacter-Bakterien entdeckt, die bei Babys eine Hirnhautentzündigung hervorrufen können.

Der Hersteller Bimbosan ruft eine Säuglingsmilch zurück, weil es bei der Produktion zu Verunreinigungen gekommen ist. Das bei Analysen des Milchpulver entdeckte Bakterium Cronobacterist so gefährlich für Kleinkinder, dass das Milchpulver umgehend vom Markt genommen wurde.

Besonders Kinder unter sechs Monaten gehören zur Risikogruppe, die durch diese Bakterien stark erkranken können. Unter anderem kann das Bakterium zu einer Meningitis (Hirnhautentzündung) oder einer Sepsis führen. Diese Krankheiten sind für Säuglinge und Kleinkinder lebensgefährlich.

Folgendes Milchpulver bitte NICHT mehr verwenden

Säuglingsanfangsnahrung „Super Premium 1“ im Nachfüllbeutel 400 Gramm
Lotnummer: L16185 und L16191
Mindesthaltbarkeitsdatum: 21.10.2017
Verkauft in Apotheken, Drogerien und Coop-Filialen

Eltern, die bereits Milchpulver aus der oben genannten Produktion verfüttert haben, werden gebeten, einen Arzt aufzusuchen und das Kind untersuchen zu lassen.

Bimbosan: Einmaliger Vorfall bei Milchpulver

Nach Angaben von Bimbosan wurde das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen bereits über die Verunreinigung der Babymilch informiert. Nun arbeitet der Hersteller daran, sein Image aufrecht zu erhalten: Der Bimbosan-Geschäftsführer Daniel Bärlocher betont in einem Interview mit dem Schweizer Fernsehen, dass dieser Vorfall sich keineswegs auf die Gesamt-Qualität der Produkte auswirkt. Es handele sich um den ersten und einzigen Fall in der 80-jährigen Firmengeschichte, in der bei Analysen der Produkte Abweichungen zu den Vorgaben festgestellt worden seien.

Andere Milchpulver außer den explizit zurückgerufenen und inzwischen vom Markt genommenen Packen sollen nicht von den Verunreinigungen betroffen sein. Fraglich ist allerdings noch immer, wie die Cronobacter-Bakterien überhaupt in die Säuglingsmilchen gelangen konnten. Möglicherweise war das Bakterium bereits in einem Rohprodukt enthalten.

Bei der Zubereitung von Säuglingsmilchen sollte bitte immer darauf geachtet werden, dass die Milch  nicht länger steht oder der Sonne ausgesetzt wird. Wärme fördert die Entwicklung und Verbreitung von Bakterien.

Erster Kommentar: Milchpulver-Skandal in der Schweiz: Bimbosan ruft Babymilch zurück

  1. wilke sagt:

    gefährlich, aber Chronobakter Monitoring haben alle Babymilchpulverhersteller, aber der Grund kann in veralteten Anlagen liegen, oder an der Mischanlage,

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