Wenn du für dich entschieden hast, welche Art von Milchpumpe du verwenden möchtest, stellt sich weiter die Frage, wie du sie überhaupt richtig benutzt. Natürlich gibt es einige Dinge, auf die man beim Gebrauch sowohl von elektrischen Milchpumpen als auch Handmilchpumpen achten sollte.

Worauf muss ich bei der Benutzung besonders achten?

Jede Milchpumpe solltest du vor der ersten Benutzung unbedingt abkochen – vor allem Pumpen, die du ausgeliehen und nicht neu gekauft hast. In unserer Checkliste findest du noch mehr Tipps, die dir den richtigen Umgang mit einer Milchpumpe deutlich erleichtern.

Hier geht’s zur Checkliste für den richtigen Gebrauch von Milchpumpen ->

Wenn es sich einrichten lässt, solltest du übrigens erst nach dem Wochenbett abpumpen. Dann haben sich Mama und Kind schon ein wenig aufeinander eingespielt. Andernfalls kann es passieren, dass sich dein Nuckelchen vom Sauger des Fläschchens im Wechsel mit deinem Busen irritieren lässt und es ein etwas holpriger Wechsel zwischen Brust und Flasche wird. Hat man erst mal mit dem Abpumpen angefangen, sollte laut Stillexperten der Techniker Krankenkasse ab dem ersten Tag insgesamt achtmal in 24 Stunden abgepumpt werden. So kommt die Milchproduktion richtig in Gang.

Erwarte aber nicht von dir, dass das mit dem Abpumpen gleich beim ersten Mal reibungslos funktioniert – es ist am Anfang eine ungewohnte Sache. Leichte Schmerzen in der Brust und in den Brustwarzen sind dabei nicht ausgeschlossen, legen sich aber mit der Zeit. Nicht verzagen, wenn sich auch die Milchmenge noch in Grenzen hält. Die Brust muss sich ans Abpumpen ebenso erst gewöhnen wie an das Saugen des Babys. Dass das Abpumpen dann gerne mal noch länger dauert als das Stillen selbst, ist keine Seltenheit.

Weiche Pumptrichter schonen die Brustwarzen beim Abpumpen, ein integriertes Massagekissen in der Saugglocke stimuliert zusätzlich die Brust. Pumpst du allerdings länger als 20 Minuten ab, wird die Brust ein wenig überstrapaziert und die Milchbildung entsprechend übermäßig angeregt. Natürlich kannst du die überschüssige Milch – überhaupt deine ganze abgepumpte Milch – auch einfrieren. Dabei gehen zwar einige wichtige Bestandteile der Muttermilch verloren, im Großen und Ganzen ist es aber eine gute Möglichkeit, sich auch über einen längeren Zeitraum Milchvorräte anzulegen und darauf zuzugreifen.

Milchpumpe richtig reinigen

Ob elektrische Pumpe oder Handmilchpumpe: Bei der Reinigung solltest du alle Teile berücksichtigen, die beim Abpumpen im Einsatz waren. Daher die Pumpe unbedingt nach jeder Benutzung auseinanderbauen.

Alle Teile und die Pumpen erst mit kaltem, klarem Wasser abwaschen, um das Milcheiweiß zu lösen. Dann alle Teile mit warmem Wasser und etwas Spülmittel sauber machen. Danach mit klarem Wasser nachspülen und beim Abtrocknen darauf achten, dass du ein sauberes, nicht fusselndes Tuch verwendest. Die Reinigung in der Spülmaschine wird nicht empfohlen.

Wenn du auf Nummer sicher gehen möchtest bei der Hygiene, solltest du die Pumpe und ihre Einzelteile einmal am Tag abkochen und somit entsprechend sterilisieren.

Abgepumpte Milch richtig aufbewahren

Abgepumpte Milch kann man wunderbar in entsprechend dafür vorgesehenen Behältern aufheben. Von den üblichen Herstellern von Milchpumpen und auch Babyflaschen gibt es entsprechende Gläser oder auch Plastikbecher mit dem dazu passenden Deckel. Auch Milchbeutel sind hier eine Option, nicht jedoch Eisbeutel oder andere Beutel mit Weichmachern.

Ungekühlt, also bei Zimmertemperatur, sollte die Muttermilch innerhalb von höchstens fünf Stunden aufgebraucht werden, in den Sommermonaten etwas schneller. Wird die Milch entsprechend gekühlt, hält sie sich länger. Bei vier bis sechs Grad Celsius, also etwa im Kühlschrank, ist Muttermilch bis zu 72 Stunden haltbar. Die bessere Entscheidung für eine Lagerung länger als einen Tag ist aber, die Milch direkt einzufrieren. Im Gefrierschrank hält sich die Milch bis zu sechs Monate.

Beim Auftauen sollten in jedem Fall einige Kleinigkeiten berücksichtigt werden: Die Milch bitte langsam im Kühlschrank auftauen, in einem Wasserbad mit maximal 37 Grad oder in einem Babykostwärmer oder Fläschchenwärmer. Keinesfalls sollte man die Milch in der Mikrowelle erwärmen, da sie hier wichtige Bestandteile verliert und zudem zu heiß werden kann. Eingefrorene Milch darf nach dem Auftauen nicht noch mal eingefroren werden.

Vergiss bei der eingefrorenen Milch jedoch nicht: Die Bedürfnisse deines Kindes verändern sich von Woche zu Woche, und deine Muttermilch passt sich entsprechend an. Verfütterst du Milch, die du bereits vor einigen Monaten abgepumpt hast, kann es sein, dass die bis dahin vom Baby benötigen Nährstoffe zu wenig vorhanden sind und du zufüttern musst.

Erster Kommentar: Milchpumpe: Richtige Benutzung, Reinigung, Aufbewahrung

  1. Dorothea sagt:

    Danke für Beitrag! Sehr viel nützliche Information. Die Hygiene ist für mich extrem wichtig.

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