Mindestens so wichtig wie die Wahl des richtigen Fläschchen ist die Entscheidung, an welchem Sauger Baby künftig nuckeln soll. Doch welche Form ist eigentlich wofür am besten geeignet? Wir verschaffen dir einen kleinen Überblick.

AVENT ahmt Brust der Mutter nach

Hinter den Formen der Sauger steht jeweils eine eigene Philosophie. Die verhältnismäßig teuren, aber von Eltern für gut befundenen Naturnah-Sets von AVENT – das zu Philips gehörige Unternehmen ist auf dem deutschen Markt seit Ende der 1980er-Jahre aktiv – sind der Mutterbrust besonders nachempfunden. Dafür wurden in klinischen Studien per Ultraschall die Zungenbewegungen der Säuglinge beim Stillen beobachtet. Deshalb sind sie gut geeignet für Kinder, die teilweise noch oder nur vorübergehend nicht gestillt werden.

Sonst könnte es bei Nuckelchen zur Saugverwirrung kommen. Zwar sinkt die Gefahr, wenn das Kind nach den ersten Wochen das Trinken an der Brust richtig beherrscht, trotzdem soll es natürlich ein möglichst ähnlich vertrautes Trinkgefühl haben. Der Sauger ist flexibler und breiter als der herkömmliche AVENT-Sauger, sodass Nuckelchens Mund wie beim Anlegen an die Brust weit geöffnet ist und das Ansaugen dem an der Brust ähnelt.

NUK setzt auf Natürlichkeit

Auch NUK (Abkürzung übrigens für “natürlich und kiefergerecht”) will die Kombination von Stillen und Fläschchen erleichtern und erklärt die Brust zum Vorbild. Der Hersteller setzt dabei aber vor allem auf die Tatsache – Achtung, nun lernen wir, warum die NUK-Sauger so merkwürdig eingedellt aussehen – dass sich die Brust beim Stillen verformt.

Zahnmediziner entdeckten 1949, dass sich die Brust optimal an die Anatomie des kindlichen Gaumens anpasst. Seither ist dieses Prinzip das Vorbild aller NUK-Schnuller und -Sauger. Eine Studie an der Universität Barcelona mit Babys, die sowohl gestillt als auch mit der Flasche gefüttert wurden, zeigte: Die Saugbewegungen in der Minute waren jeweils gleich, weshalb das Unternehmen seinen Sauger auch selbstbewusst als den “natürlichsten” auf dem Markt anpreist.

Schon 1956 brachte NUK den ersten Sauger dieser Art auf den Markt, 2011 wurden sie zuletzt verändert und mit einer zusätzlichen “Soft-Zone” im vorderen Teil ausgestattet, die der Mutterbrust noch ähnlicher sein soll. Indem sich die Sauger so gut anpassen, werden laut Hersteller beim Baby die Muskeln des Mundraums sowie das Zusammenspiel von Zunge, Lippen und Kiefer trainiert. Das ist wichtig für späteres Essen und Sprechen.

Die Löcher sind bei NUK-Saugern leicht versetzt: “So wird die Milch besser eingespeichelt und verdaut”, heißt es beim Unternehmen. Laut NUK haben repräsentative Umfragen unter Müttern gezeigt, dass 80 Prozent der Babys die Sauger akzeptieren.

Alles eine Frage der richtigen Studie

Man sieht: die vollkommen unterschiedlichen Formen sind jeweils das Ergebnis eingehender Studien. Und doch kannst du mit deiner Wahl beim Baby scheitern und musst einen anderen ausprobieren. Gut, dass sie so unterschiedlich sind! Eines solltest du beim Kauf aber auf jeden Fall beachten: Nimm ein Fläschchen mit Anti-Kolik-System.


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