Eigentlich sollte es ein Wörterbuch für frischgebackene Mütter geben mit dem Titel „Flaschenkind – Deutsch / Deutsch – Flaschenkind“. Denn nicht selten wird Mami mit Wörtern konfrontiert, die ihr bislang fremd waren. Eines davon ist „Vaporisator„. Das klingt wie eine bedrohliche Maschine, ist in Wirklichkeit ein irrsinnig praktischer Helfer im Alltag.

Wenn dein Nuckelchen das Licht der Welt erblickt, hat es bereits alles an sich, was einen „echten“ Menschen ausmacht. Nur in Sachen Immunsystem hat das kleine Lebewesen noch ein wenig Entwicklungsbedarf, ist gerade im ersten Jahr sehr anfällig für Viren und Bakterien. Deshalb steht Hygiene im Umgang mit Babys an oberster Stelle. Händewaschen vor dem Anfassen versteht sich von selbst – doch auch bei der Zubereitung von Nahrung sollte Mami Vorsicht walten lassen. Neben der Milchzubereitung selbst sollten daher auch Fläschchen und Sauger unbedingt keimfrei sein.

Beides muss nach dem Füttern gründlich gereinigt und von Milchresten befreit werden. Nichts führt allerdings am Sterilisieren von Flasche und Sauger vorbei. Das kann man mit vielen Fläschchen natürlich auch in der Mikrowelle machen oder indem man das entsprechende Zubehör einfach auskocht. Bei einem „Vollzeit-Flaschenkind“ kann das angesichts der vielen Fläschchen, die im Einsatz sind, zu einer zeitraubenden Beschäftigung werden. Hier heißt das Zauberwort: Vaporisator.

Vaporisator – die Sterilisierungs-Krake für den Haushalt

Je nach Gerät passen um die fünf Flaschen und mehrere Sauger auf einmal in den Vaporisator. Diese werden in einem Prozess von knapp einer Viertelstunde mit Wasserdampf sterilisiert. Dabei muss keine Rücksicht mehr darauf genommen werden, ob es sich um eine Glasflasche oder ein Fläschchen aus Kunststoff handelt. Denn im Vaporisator können, anders als beispielsweise in der Mikrowelle, alle Sorten gereinigt und dort bei Bedarf auch bis zur Benutzung aufbewahrt werden. Nimmst du die Fläschchen raus und stellst sie einfach irgendwo ab, können sich darauf bereits neue Keime sammeln – weil deine Hände oder die Umgebung der Flaschen nicht sterilisiert oder desinfiziert sind.

Und nicht nur das: Thermomix-Begeisterte freuen sich sicherlich auch über eine wunderbare Eigenschaft des Vaporisators – nämlich dass man darin auch kleine Mengen Gemüse, Fleisch und Fisch für die täglich frische Babykost schonend dampfgaren kann. Das Ganze läuft wesentlich stromsparender ab als etwa bei einer Mikrowelle oder dem ständigen Einsatz des Wasserkochers oder der Herdplatte, weil die Geräte verhältnismäßig wenig Energie verbrauchen. In ihren Funktionionen unterscheiden sich die unterschiedlichen Modelle von Vaporisatoren der einzelnen Hersteller natürlich.

Worauf sollte man bei der Benutzung achten?

Wie bei allen elektrischen Geräten gilt: Halte den Vaporisator von kleinen Kindern fern. Er sollte irgendwo aufgestellt werden, wo der Nachwuchs nicht dran kommt oder am Netzkabel ziehen kann. Letzteres solltest nur du ziehen – und zwar sobald das Gerät nicht mehr in Betrieb ist. Aus Sicherheitsgründen lassen sich etwa die Vaporisatoren vom Hersteller NUK nach einem Desinfektionsvorgang nicht gleich wieder anschalten. Erst nach einer Abkühlzeit von ca. 30-60 Minuten. Tauche das Gerät bitte nie in Wasser und fülle es auch nie ganz mit Wasser auf. Es sollte nur so viel Flüssigkeit – am besten normales Leitungswasser – eingefüllt werden, wie in der Gebrauchsanleitung angegeben ist.

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