Mundhygiene ist unglaublich wichtig – das gilt für Erwachsene wie auch schon für Babys. Doch wie pflegst du die Zähne deines Nuckelchens richtig? Wann musst du zum ersten Mal mit ihm zum Zahnarzt? Und wie gefährlich ist Karies wirklich? Wir beantworten dir die wichtigsten Fragen rund ums Thema Zahnpflege bei Kleinkindern.

Ab wann muss ein Kind seine Zähne putzen?

Laut einer Studie des Babyartikelherstellers MAM in Kooperation mit dem Meinungsforschungsinstitut Forsa aus dem Jahr 2016 fangen 73 Prozent aller Eltern von drei- bis achtjährigen Kindern erst nach dem ersten Zahn mit der Mundhygiene an. Das ist Experten zufolge allerdings viel zu Spaß. Der Mundraum deines Nuckelchens sollte daher schon gepflegt und gereinigt werden, bevor es mit dem Zahnen beginnt. So ist eine gute Basis für gesunde Milchzähne gegeben. Hierfür gibt es einige kleine Helferlein, wie du in unseren Produkttests nachlesen kannst.

Vorsicht vor Karies!

Ein Baby kann sich durch eine enge Kontaktperson mit Karies anstecken – etwa durch die gemeinsame Benutzung von Besteck oder Schnuller oder sogar durch einen Kuss. Karies-Bakterien nisten sich in der Mundhöhle ein. Infizierte Zähne werden beschädigt. Wenn bereits die Milchzähne durch Karies zerstört wurden, bedeutet das, dass sich auch die bleibenden Zähne infizieren können, da sie bereits während des Durchbruchs angesteckt werden können durch die Bakterien, die sich im Gebiss eingenistet haben.

Es ist daher wichtig darauf zu achten, dass die Milchzähne frei von Karies bleiben. Dass das nicht so einfach ist, zeigt auch die Forsa-Studie. Dieser Studie zufolge leidet jedes fünfte Kind an frühkindlicher Karies. Unterschätze das Risiko von Karies aber bitte nicht: Ein erhöhtes Kariesrisiko im bleibenden Gebiss, Fehlstellungen, eine gestörte Sprachentwicklung sowie ein gemindertes Kauvermögen können die Folge sein.

Flourid schützt vor Karies

Vermutlich hast du von deinem Kinderarzt bereits nach der Geburt deines Babys Vitamin-D-Tabletten verschrieben bekommen. Produkte wie etwa Zymaflour D oder auch Vigantoletten können Flourid enthalten, was vorbeugend gegen Rachitis und vor allem auch Karies bei Säuglingen wirkt. Diese Tabletten sollten bis zur Vollendung des zweiten Lebensjahres gegeben werden, danach nicht mehr, da dein Kind später über die Nahrung genug Flourid zu sich nimmt.

Stellt der Zahnarzt bei deinem Kind ein besonders hohes Kariesrisiko fest, übernehmen manche Krankenkassen viermal im Jahr eine Behandlung mit Flouridlack – und das bis zur Volljährigkeit. Es gibt auch flouridhaltige Zahnpasta, doch was hat es damit auf sich?


 

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Die richtige Zahnpasta

Zahnpasta unterstützt die Zahnpflege. Bei der Paste solltest du ab dem dritten Lebensjahr deines Kindes darauf achten, dass sie Flourid enthält, das den Zahnschmelz stärkt und somit vor Karies schützt. Allerdings sollte dein Kleines die Zahnpasta schon selbstständig ausspucken und nachspülen können. Bis dahin reicht Kinderzahnpasta zur Pflege von Babys Beißerchen völlig aus. Wichtig ist, dass flouridhaltige Zahnpasta und die Flouridtabletten nicht gleichzeitig gegeben werden! Zu viel Flourid ist nicht gut fürs Kind.

Ab wann muss das Baby zum Zahnarzt?

Bereits im ersten Lebensjahr kannst du einen Zahnarzt aufsuchen, wenn du konkrete Tipps zur Mund- und Zahnpflege bei Babys wünschst. Das Bundesministerium für Gesundheit empfiehlt sogar einen Arztbesuch ab dem sechsten Lebensmonat.

Die Früherkennungsuntersuchungen, die von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden, sind aber meist für einen späteren Zeitpunkt eingeplant. Bei der Techniker Krankenkasse und der AOK etwa werden im Alter von zweieinhalb bis sechs Jahren insgesamt drei zahnärztliche Vorsorgeuntersuchungen empfohlen und auch übernommen. Die Untersuchungen müssen allerdings im Anstand von je mindestens zwölf Monaten stattfinden. Hierbei wird die Mundhöhle untersucht, eine Einschätzung über das Kariesrisiko abgegeben und den Eltern Fragen zur richtigen Ernährung und der Zahnpflege ihres Kindes gegeben.

Einige Produkte erleichtern dir den Start in das Thema Mundhygiene. Gerade bei Säuglingen ist die Frage, womit man am besten anfangen soll, nicht immer leicht zu beantworten. Wir haben deshalb einige Produkte getestet, die für Kinder ab drei Monaten empfohlen sind, um sich mit dem Thema Zähneputzen auseinander zu setzen. Diese Produkte und unsere Erfahrungen damit möchten wir dir gern im Folgenden vorstellen.

Beißring Cooler von MAM im Test

Beißringe für Kinder gibt es wirklich wahnsinnig viele. Doch was macht den Cooler von MAM zu etwas Besonderem? Wir haben uns das Produkt für dich genauer angeschaut. Weiterlesen ->

 

 

Mini-Beißringe Bite & Relax im Test

Kleine Beißringe ganz groß: Babys, die Schnuller gerne mögen, freuen sich  während des Zahnens mit Sicherheit über diese Produkte. Wir haben sie für dich getestet. Weiterlesen ->

 

 

Oral Care Rabbit Mundpflegehase im Test

Ein Hase für mehr Zahngesundheit: Der Mundpflegehase von MAM ist der ideale Einstieg in das Thema Babyzahnpflege. Oder etwa nicht? Wir haben das Produkt für euch ausprobiert. Weiterlesen ->

 

 

Massaging Brush von MAM im Test

Schon lange vor dem ersten Zahn kann man das Zahnfleisch massieren und dem Baby beibringen, wie man künftige Beißerchen richtig pflegt. Dabei soll die Massaging Brush helfen, die wir uns genauer angeschaut haben. Weiterlesen ->

 

 

Learn To Brush Zahnbürstenset im Test

Babys erste Zahnbürste ist etwas ganz Besonderes. Die kleinen Zähne müssen nun mal richtig gepflegt und gereinigt werden. Wir haben getestet, ob das Learn To Brush Set hierfür das Richtige ist. Weiterlesen ->

2 Kommentare: Mundhygiene beim Baby – so pflegst du die Zähne richtig

  1. Amalia B sagt:

    Vielen Dank für den Artikel. Ich habe gehört, dass auch im Kleindkind-Alter Diagnosen aus der Kieferorthopädie hilfreich sein können, um Fehlhaltungen und Fehlstellungen zu identifizieren. Man sollte da, wie auch mit der Zahnpflege lieber auf Nummer sicher gehen.

  2. Ralf sagt:

    Danke für den Hinweis mit der Karies-Ansteckung. Ich hab in der Vergangenheit gedacht, es würde primär um Erkältungs-Bakterien gehen, ich hab bei der Übertragung nicht an Karies gedacht.
    Ich hätte mich noch über eine kritische Sicht zu Fluorid gefreut, denn da gibt es auch Stimmen die der Meinung sind, dass es schnell zu viel davon sein kann und die Knochen dadurch zu hart werden.
    Ich persönlich bevorzuge allerdings auch flouridhaltige Zahnpasta

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